BIOGRAFIE

 
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Stefanos Tsialis ist seit 2014 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Athener Staatsorchesters.

In den fünf Jahren seiner Amtszeit ist es ihm gelungen die Besucherzahlen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, um mehr als 60 Prozent zu erhöhen. Zeugnis der stark gestiegenen Qualität des Klangkörpers, ist dessen seit wenigen Spielzeiten wiederholte Zusammenarbeit mit einigen der bedeutendsten Musikern unserer Zeit, wie Vladimir Fedoseyev, Vladimir Ashkenazy, Christoph Eschenbach, Marta Argerich, Leonidas Kavakos, Maxim Vengerov und Elisabeth Leonskaja sowie die Ausstrahlung mehrerer Konzerte durch Deutschlandfunk Kultur. Für NAXOS erscheinen 2020 zwei Aufnahmen mit Werken von Nikos Skalkottas.

Stefanos Tsialis hat mit fast 90 Orchestern in vielen E.U. Ländern, in den USA, Kanada, Russland, in der Türkei, Südafrika, Thailand und Kuba zusammen gearbeitet. Darunter sind das Orchestre Symphonique de Montréal, das Kopenhagener Philharmonische Orchester, das Qatar Philharmonic Orchestra, das MDR Sinfonieorchester Leipzig, das Wiener Tonkünstlerorchester, das Winnipeg Symphony, die Stuttgarter, Nürnberger und Dortmunder Philharmoniker, die Slowenische Philharmonie, die Hamburger, Berliner und Nürnberger Symphoniker, das Saarländische Staatsorchester, das Aarhus Symfoniorkester, das Stavanger Symfoniorkester, die Staatskapelle Weimar, die Philharmonischen Orchester der Oper Bologna und des Teatro Massimo Bellini, das Haydn Orchester Bolzano und die „George Enescu“ Philharmonie Bukarest.

In den aktuellen Spielzeit 2019/2020 erfolgen Wiedereinladungen beim Qatar Philharmonic, bei dem Saarländischen Staatsorchester und der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach. Stefanos Tsialis wird darüber hinaus die Norddeutsche Philharmonie Rostock, die Niederrheinischen Symphoniker Krefeld-Mönchengladbach und das Philharmonische Orchester Flensburg Und das Orchestre de Pays de Savoie leiten. Seit mehreren Jahren widmet sich Stefanos Tsialis auch der Aufführung und Aufnahme von Filmmusik.   

Am 8.9.2018 bestritt er das Eröffnungskonzert der Jubiläumssaison des Qatar Philharmonic mit Strauss' "Domestica".

Zusätzlich zu seinen Verpflichtungen in Athen wird Stefanos Tsialis außerdem regelmäßig von dem Qatar Philharmonic Orchestra, dem Saarländischen Staatsorchester, der Thüringen Philharmonie Gotha und den Hamburger Symphonikern eingeladen.

Stefanos Tsialis hat mit weltberühmten Solisten zusammen gearbietet, wie Maxim Vengerov, Viktor Tretjakov, Martha Argerich, Elisabeth Leonskaja, Anatol Ugorski, Pierre-Laurent Aimard, David Geringas, Uto Ughi und Igor Oistrakh.

Geboren 1964 als Sohn einer Dänin und eines Griechen in Ermoupolis, Griechenland, studierte er Klavier am Neuen Konservatorium in Thessaloniki und danach Musikwissenschaften an der Universität in Kopenhagen. Anschließend vollendete er seine Ausbildung mit Auszeichnung an der Wiener Musikhochschule in den Fächern „Dirigieren" und „Korrepetition" und absolvierte Meisterkurse u. a. bei Leonard Bernstein, Vaclav Neumann und Rolf Reuter. Er spricht acht Sprachen.

Nach seinem ersten Engagement als 2. Kapellmeister und Studienleiter am Staatstheater Meinigen war Stefanos Tsialis 1996 Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung, von 1997 bis 2004 Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie sowie von 2001 bis 2004 ständiger Gastdirigent der Berliner Symphoniker. Anschließend wurde er erneut vom Staatstheater Meinigen als 1. Kapellmeister und stellv. Generalmusikdirektor verpflichtet (2005-2009) und war von 2009 bis 2013 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Thüringen Philharmonie Gotha. Von 2015 bis 2019 war er deren Ständiger Gastdirigent.

Im Opernbereich arbeitete Stefanos Tsialis mit Regisseuren wie Peter Konwitschny, August Everding und Christine Mielitz zusammen und dirigierte unter vielen anderen Opern wie “Elektra“, “Salome“, “Wozzeck“, “Jenufa“ und “Mona Lisa“.

1995 brachte er die Oper „Medea“ von Mikis Theodorakis´ in Meiningen zur deutschen Erstaufführung. Es war der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Komponisten. Heute gilt Stefanos Tsialis als weltweit führender Interpret seines Landsmannes. 

Er nahm an vielen renommierten Festivals teil, wie dem Festival van Vlaanderen, den „Händelfestspielen Halle“, dem  „Tivoli Festival“ in Kopenhagen, dem Athener Festival, dem „Braunschweig Classix“ Festival, dem "Lisbon-Estoril Festival" sowie dem „Hamburger Musikfest“.

Stefanos Tsialis hat CD-Produktionen für die Labels Genuin und Centaur eingespielt sowie in Fernseh- und Rundfunkaufnahmen für die ARD, Deutschland Radio Kultur, den MDR, den NDR, den italienischen, slowenischen, rumänischen, griechischen und südafrikanischen Rundfunk mitgewirkt.